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Ausgabe 37: In bergischen Gärten

auslese37_TitelDer Lenz lässt sich auch naturwissenschaftlich erklären. Die Frühlingsluft setzt automatisch Hormone und Botenstoffe in Marsch, die Hirn und Muskeln befehlen, sich in jemanden zu verlieben oder plötzlich Freude zu empfinden. Die Frühjahrsmüdigkeit als letzter Ausläufer der Winterdepression kann da noch etwas kontraproduktiv wirken, wenn des Frühlings kleine Helferlein etwas zu spät anspringen, aber was soll’s: Wenn die Vögel zwitschern und die Bäume ausschlagen, stellen sich Glücksgefühle ein – das wusste schon der Neandertaler. Glücksgefühle empfindet man fast zwangsläufig, wenn man durch schöne Gärten wandelt, denen sich die Titelgeschichte dieser Ausgabe widmet. Lakritz, die schwarze Verführung, kann auch glücklich machen, wie ein Besuch in der Kölner Bärendreck-Apotheke zeigt. Wir wandern auf dem Vogelweg von Engelskirchen nach Ehreshoven und machen Station hinter Fachwerk in der gemütlichen „Post“ in Kürten-Biesfeld. Wir besuchen das Museum in Wuppertals Alter Synagoge und den Lieblingsplatz des Rockers Arno Steffen. Warum man mit „Knutschkugel“ und „Piccolino“ Aufsehen erregt, erfahren wir. Und wie Schönheiten ohne Seele entstehen und wie sehr sich der Komponist Max Bruch einst nach dem geliebten Bergisch Gladbach gesehnt hat. Dass man Süßholz nicht nur raspeln, sondern auch gesundheitsfördernd einsetzen kann, steht in der Rubrik Kräutergarten. Bleibt noch die Abteilung Kulinarisches: das Beste vom Schwarzfederhuhn sowie eine Kokossuppe. Ich wünsche Ihnen, liebe Leser, viele Glücksgefühle in diesem Frühjahr.
Horst Breiler 
Chefredakteur der auslese rhein&berg

 Alle Themen dieser Ausgabe

  • Titel | Willkommen im grünen Glück – Die zehnte „Offene Gartenpforte“ lädt im Juni wieder in private bergische Gärten ein.
  • Wanderland | Ausflug ins zwitschernde Revier: Die Fernseh-Maus erklärt beim Streifzug Nr. 14 die schillernde Vogelvielfalt im Aggertal.
  • Historisch| „Sehnsucht nach dem lieben Gladbach“: Die Stadt ehrt den Komponisten Max Bruch mit einem Festival zum 175. Geburtstag.
  • Classic | Der Kleine mit der großen Klappe: Ausfahrten mit „Knutschkugel“ und Mini-Wohnwagen „Piccolino“ wecken die Neugierde.
  • Kunststück | Momento jüdischen Lebens: Die Begegnungsstätte wider das Vergessen: Alte Synagoge in Wuppertal.
  • Kunststück | Schönheiten ohne Seele: In Rodenkirchen arbeitet die letzte Manufaktur für Schaufensterpuppen in Deutschland.
  • Feinschmecker | Schwarze Verführung: Lakritz, mal süß, mal salzig, gibt es in reicher Auswahl in der Bärendreck-Apotheke in Köln.
  • Kräutergarten | Das Süßholz: Zuckersüß ganz ohne Zucker ist das Kahle Süßholz, das im Volksmund Lakritz(e)-Kraut genannt wird.
  • Gastrotipp | Eine vegetarische Versuchung … der man köstlich erliegen kann, aber nicht muss bei Hilde und Gregor Marx im „Amida“.
  • Kölsch & Kult | Hinter Fachwerk: Gemütlichkeit pur 60 Fast 200 Jahre Poststation ist die „Post“ in Kürten-Biesfeld heute Hotel und Restaurant.
  • Lieblingsplatz | Der Rocker und der Rhein 66 Arno Steffen gehört zu den Größen der kölschen Musikszene und hat am Rolandseck seinen Lieblingsplatz gefunden.

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